Als Glaubensraum vereinen wir uns im Gebet mit allen Familien der Opfer und der Verletzten des Feuers in der Silvesternacht in Crans-Montana und begleiten sie in diesen Tagen!
Wir schliessen auch all unsere Kranken des Glaubensraums Zuhause, in den Heimen und in den Spitälern in unsere Gebete ein!
«Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.
Glaubt daran: nach Trauer und Schreien wird es kein Leid mehr geben!
Vertraut darauf; Er ist bei Euch!
Vor allem in dunklen Stunden.»
Jesaja 35,10
Der Glaubensraum spricht allen Helferinnen und Helfern von
- Feuerwehr
- Sanität
- Polizei
- Ärzten
- Pflegepersonen
- Ersthelfern
- Psychologen
- Seelsorgern
- Justiz- und Zivilbehörden
- allen Helfenden
unseren aufrichtigen Dank für ihren Einsatz in diesen Stunden aus! VERGELT’S GOTT und den verdienten Dank der Mitmenschen.
Herzliche Einladung:

Nationaler Gedenktag: 09. Januar
Der Bundesrat hat in Zusammenarbeit mit den drei anerkannten christlichen Kirchen in der Schweiz den 9. Januar 2026 zum nationalen Trauertag erklärt. Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) zusammen mit dem Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) und der Christkatholischen Kirche der Schweiz (CKK) ruft zu einem nationalen Glockengeläut auf.
Am Freitag, 9. Januar, erfolgt um 14.00 Uhr der Stundenschlag, anschliessend ein fünfminütiges Glockengeläut als Zeichen des gemeinsamen Innehaltens in der ganzen Schweiz.
Während des Glockengeläuts sind die Menschen eingeladen zum stillen Gebet, zum Gedenken an die Verstorbenen, zur Verbundenheit mit den Verletzten und ihren Angehörigen. Es ist auch ein Zeichen des Dankes an alle, die mit unermüdlichem Einsatz dafür sorgen, dass die Krise bewältigt werden kann. Dies gilt insbesondere für die Rettungskräfte, die Menschen im medizinischen, psychologischen, seelsorglichen Dienst aber auch die politischen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger.
Wir laden alle Pfarreiangehörigen ein, sich am Freitag um 14.00 Uhr dem Gebet anzuschliessen. Im Schweigen, im Innehalten.
Gemeinsames Gebet
O Gott, angesichts des Ausmasses der Tragödie in Crans Montana, des Leidens der Betroffenen und unseres Gefühls der Ohnmacht beginnen wir damit, vor dir still zu werden.
Getragene Stille
Wir bitten dich für alle Familien von hier und anderswo, die in schrecklicher Ungewissheit leben, ob ihre Kinder noch am Leben sind; die fürchten, sie könnten zwischen Leben und Tod schweben; die von ihnen getrennt sind, weil sie fern von zu Hause behandelt werden.
Vater des Himmels und der Erde, höre den Schrei des Schmerzes und der Hoffnung, der aus jeder und jedem aufsteigt.
Stille
Unter den Opfern waren viele Lernende, Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, Studentinnen und Studenten. Wir bitten dich für ihre Freundinnen und Freunde, die von diesem Unglück in dieser Nacht, die ein Tag des Festes und der Freundschaft hätte sein sollen, hart getroffen sind.
Vater des Himmels und der Erde, höre den Schrei des Schmerzes und der Hoffnung, der aus jeder und jedem aufsteigt.
Stille
Wir bitten dich in Dankbarkeit für alle Menschen, die sich seit der Tragödie unermüdlich eingesetzt haben: die Feuerwehrleute, die Polizistinnen und Polizisten, die Ärztinnen und Ärzte, das Pflegepersonal, die Krisenstäbe, die Freiwilligen, die Politikerinnen und Politiker, die Ermittlerinnen und Ermittler.
Vater des Himmels und der Erde, erneuere in allen die Kraft und die nötige Einsicht, um in dieser Krise Entscheidungen zu treffen.
Stille
Wir vertrauen dir alle Menschen an, die in dieser Zeit Opfer von bekannten oder unbekannten Dramen sind und niedergeschlagen, hilflos, ohne jeden Halt geworden sind.
Vater des Himmels und der Erde, schenke jeder und jedem, dass sie an ihrer Seite Menschen finden, die zuhören, unterstützen und mitfühlen.
Stille
Gepriesen seist du, der du uns in unseren Gemeinden, unserem Kanton und unserem Land zur Einheit rufst – über unsere konfessionellen, religiösen, politischen oder persönlichen Unterschiede hinaus.
Möge diese Gemeinschaft unser Miteinander prägen, nicht nur in diesen düsteren Tagen, sondern auch durch all die Jahre hindurch, die du uns zu leben gibst.
Stille
Dieses Drama – und so viele andere – erschüttert unseren Glauben. Wir fühlen uns klein und zerbrechlich, ohnmächtig angesichts des Leids dieser Tragödie und so vieler anderer, die in uns manchmal ein tiefes Gefühl der Sinnlosigkeit aufsteigen lassen.
Du, Quelle allen Segens, und du, der du alle menschliche Einsicht übersteigst; du, der du die Schreie der Opfer hörst und die Zweifel der Menschen nicht scheust: Wir bitten dich, bewahre uns davor, in solchen Situationen wohlfeile und allzu einfache Tröstungen auszusprechen, und rufe uns deine grenzenlose Liebe in Erinnerung, die allein die Niedergeschlagenen aufrichten kann.
Gib uns zu glauben, dass nichts uns von deiner Liebe trennen wird.
Gepriesen seist du, Herr, unser Gott, Vater des Himmels und der Erde, für dein Wort, das unseren Weg erhellt, wie einst die Wolke dein Volk in der Wüste begleitet hat.
Amen
Quelle (Original) : https://www.eerv.ch/files/flash/Eglisereformeevaudoise-prierecommune_tragedie-Crans-Montana-02.01.2026.pdf
Telegramm von Papst Leo XIV. an unseren Bischof Jean-Marie Lovey
Das Staatssekretariat im Vatikan hat am Freitag Vormittag ein Telegramm von Papst Leo XIV. übermittelt. Der Papst teilt den Schmerz vieler und schliesst die Opfer und deren Familien in sein Gebet ein:

Deutsche Übersetzung (sinngemäss):
Hochwürdigster Herr Bischof Jean-Marie
nachdem Seine Heiligkeit Papst Leo XIV. vom tragischen Brand in Crans-Montana in der Nacht zum 1. Januar erfahren hat, bei dem mehr als vierzig Menschen ihr Leben verloren und zahlreiche weitere verletzt wurden, lässt er den betroffenen Familien und der gesamten Schweizerischen Eidgenossenschaft seine tief empfundene Anteilnahme aussprechen.
Der Heilige Vater versichert den Angehörigen der Opfer seine geistliche Nähe, sein mitfühlendes Gebet und seine väterliche Sorge. Er betet zum HERRN, die Verstorbenen in seine Wohnung des Friedens und des Lichtes aufzunehmen und allen, die an Leib oder Seele leiden, Trost, Kraft und Beistand zu schenken.
Möge die selige Jungfrau und Gottesmutter Maria in ihrer mütterlichen Zärtlichkeit allen, die von diesem schweren Unglück betroffen sind, den Halt des Glaubens schenken und sie in der christlichen Hoffnung bewahren.
Mit brüderlicher Verbundenheit im Herrn
Kardinal Pietro Parolin
Staatssekretär des Heiligen Stuhls
Glockengeläut als Zeichen der Anteilnahme
Am Freitag, 02. Januar läuten die Glocken der Kirchen aller Schweizer Pfarreien 10 Minuten lang.
Die Kirche setzt damit ein Zeichen der Verbundenheit und des gemeinsamen Gebets für die Opfer und Angehörigen des tragischen Brandes in Crans-Montana in der Silvesternacht. Selbstverständlich werden auch die Glocken der Kirchen im Glaubensraum läuten – vielen Dank fürs Gebet und die guten Gedanken!
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